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"Du hast keine Chance, packe sie!"

Premiere am 27. August 2021 / 20:00 Uhr
Zusatzvorstellung 28. August 2021 / 20:00 Uhr
im Theater am Gleis in Winterthur

Ein Stück von:
Eva Maropoulos, Christina Spaar und
Joëlle Danielle


Text/Lied/Spiel/Kostüm/Bühnenbild:
Eva Maropoulos, Christina Spaar und
Joëlle Danielle

Oeil extérieur:
Günther Baldauf

weitere Vorstellungen
29. / 30. Oktober 2021 / 20:00 Uhr
im Theater Vis-à-Vis in Bern

Ein Stück für Erwachsene
ca 60 - 70 Min, ohne Pause
auf Deutsch

Drei Frauen machen eine kabarettistische Bühnenperformance über Sisyphos und den bürokratischen Wahnsinn mit Sprache, Rhythmus und Bewegung.

Inhalt

Sisyphos, eine der tragischen Figuren der Griechischen Antike 

Er wurde von den Göttern dazu verdammt, einen Marmorblock den Berg raufzuschieben und kurz bevor er oben ankommt, entgleitet ihm der Block und rollt hinunter. Sisyphos begann von vorne, und wenn er nicht gestorben ist, so schiebt er noch heute. Der Begriff „Sisyphos - Arbeit“ hat sich in unserer Gesellschaft etabliert und beschreibt eine Arbeit, welche, begleitet von Hoffnung, kurz vor dem Ende scheitert.


Sissy Sisyphos ist die tragische Figur unseres Stückes. Sie kämpft sich durch die Telefonate mit der Arbeitslosenkasse, muss immer wieder aufs Neue ihren Namen buchstabieren, wird von Sachbearbeiter:in zu Sachbearbeiter:in weiterverbunden und löst dabei durch ihre Herkunft längst vergangene Erinnerungen an Griechenland aus.

Inspiriert wurden wir während des Lockdowns im Frühjahr 2020 als alle Theater die Tore schlossen, Eva  arbeitslos wurde und über mehrere Monate einen intensiven Formularkrieg mit der Arbeitslosenkasse führte. 

Wie Sisyphos aus der griechischen Mythologie, kämpft Sissy und beginnt immer wieder von vorne. Was macht das mit einer jungen Künstlerin in dieser heutigen Zeit? Wie geht sie mit all dem um? Gefangen in einem System, gegen das sie keine Chance hat.

Aber Moment... 

Ist sie im System gefangen oder kann sie selbstwirksam handeln?
Ist sie Teil des Systems und bricht das System zusammen, wenn sie ausbricht?
Ist sie für das System relevant?
Wer entscheidet, wer oder was wichtig ist für das System?
Und.. wer ist denn das System?
Und kann sich Sissy Sisyphos Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen? 

So wie Albert Camus?

Diese Fragen beschäftigen uns. Wir werden sie auf die Bühne nehmen und dort untersuchen. 

Das Publikum wird sich in den Strapazen und Wiederholungsschleifen, welche wir auf der Bühne darstellen, wiederfinden und obwohl wir uns scheinbar im Kreis drehen, werden wir während diesen 60 Minuten durch eine Entwicklung gehen.

Wenn uns der Stein zum zweiten Mal entgleitet, wird es anders sein, als beim ersten Mal. Und beim dritten Mal wird es wieder anders sein.

Auch wenn wir also noch am gleichen Berg zu stehen scheinen, haben wir uns innerlich vielleicht doch fortbewegt.

Trailer